Sonntag, 15. März 2009

Ich bin kein Kärnter

Meine Reaktion auf die Kärntner Wahl variiert je nach Gemütslage zwischen drei Möglichkeiten. Die von dir angesprochene "Ois Trotteln" Sichtweise. Eine generell recht brauchbare Art den Alltag zu begreifen. Die "Nichts ist unbedeutender, als wer in Kärnten Landeshauptmann ist" Sichtweise. Und die, über die ich jetzt schreiben werde. Das Deutschnationale ist in Kärnten historisch verankert und psychologisch erklärbar. Den österreichischen Wähler, stört ein bisschen brauner Stallgeruch nicht. Den Kärntner schon gar nicht. Die Gründe dafür füllen Bücher, nicht dieses Posting. Zum Braunen Unterfutter kommt noch eine Portion Sozialismus der Art "da schau ma schon, dass'd lei di wohnbauförderung griagst". Nicht zuviel davon, schließlich darf die Leistung der Fleißigen und Anständigen nicht bestraft werden. So leicht geht das, egal ob orange, rot, schwarz oder sonstwie. Als Landeshauptmann tingelst du von Feuerwehrfest zu Kreiverkehreröffnung und klopfst auf die Schultern des braven Volks. Jörg Haider war ein Meister in dieser Disziplin. Pröll der Ältere kann das auch, Burgstaller hatte es offensichtlich nicht so drauf (kein Wunder als Frau) und der Dörfler wirds auch nicht so gut wie der Jörg machen. Vielleicht kommt die nächste Sau die durch den Garten rennt ja wieder von der SPÖ. Wer weiß, die Kärntner werden ihr folgen.
Politik ist das nicht! Das ist ein Komposthaufen auf dem Ideen wie die Saualpe wachsen. Politik ist Probleme zu erkennen, sich damit auseinandersetzen, eine Entscheidung zu treffen und diese zum Wohl der Gemeinschaft umsetzeen. Die Partei, der ich das zutraue wird von mir gewählt, nicht der Grüßaugust, der mir meine gesicherte Pension verspricht. Ich bin kein Kärnter!
Wenn die Schmied zum Dichand rennt und fragt ob es eh ok ist wenn sie sich mit der GÖD anlegt, wird mir schlecht. Noch schlechter wird mir wenn ich daran denke, dass Strache bald mehr Stimmen bekommt als Haider und kotzen könnte ich sobald Faymann oder Pröll zu einer Ansprache ansetzen. Besser ist es danach aber auch nicht. Ginge es nach meiner Stimme, hätte keiner der Erwähnten ein Amt erreicht, aber zum Glück zählt meine Stimme ja auch nicht mehr als die der Trotteln und außerdem, "würden Wahlen etwas ändern, hätte man sie längst verboten" (W. Churchill)

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