dichotomoie und dialektik, die dominierenden d gebrüder in der politikwissenschaft, wo alles janusköpfig, widersprüchlich und dreifach hinterfragenswert ist. ein herrlicher zustand, dem es allerdings viel-leichter fällt zu sagen was nicht ist, als zu sagen was ist. stammtische können orte reaktionärer, aber auch einfach besorgter auseinandersetzung sein. versteif ich mich in der definition auf ersteres, überlass ich strache & co, ähnlich dem „san ois trotteln“ sager (mein derzeitiger lieblingsspruch), die bühne, versuche ich es mit zweiterer, ohne dass ich mich gleichzeitig dazu entblöde autogramme auf brüsten in discos zu geben, dann besteht eine reelle chance direkt mit dem menschen in kontakt zu kommen, ohne als abgehobener politiker dazustehn, der sich für solche dinge zu gut ist. du verwickelst dich in einen widerspruch, wenn du einerseits von überwiegenden kopfentscheidungen sprichst und andererseits das primat der lautesten sau proklamierst. was nun, wird jetzt eine „regierung der besten köpfe“ mit den besten ideen und ausgewogensten programmen oder doch der, der am meisten populistisches porzellan zerbricht, gewählt? natürlich schicken wir damit glawischnig nicht ins fluc oder pröll auf den jägerball, aber dass die mehrzahl der jugendlichen bei der letzten nr-wahl rechts gewählt haben ohne es zu sein, ja dass darunter viele mit migrationshintergrund sind, sollte uns zu denken geben.
der stammtisch ist ja nicht per se böse, sondern nur durch seine instrumentalisierung als rechter ort. rechte parteien kapern symbolische räume und machen sie dadurch unantastbar. stichwort: migrantInnenpolitik, kriminalität, asyl, strafgesetzgebung, populismus usw. es ist verständlich, dass dann da keiner auch nur anstreifen will, aber -apropos dialektik- unverständlich, dass man ihnen diese räume kampflos überlässt. wir sind gefangen in einer schwarzweiß dichotomie, einem entweder oder denken, das wie das kaninchen vor der schlange sitzt, erstarrt vor angst. das gesetz des handelns haben wir aber dadurch verloren, die großparteien sind so zum ausschließlichen reagieren und beäugen des gegners verdammt. man kann zum thema migration ja fast nichts mehr sagen ohne in dem rechten raum zu tappen, an dieser entwicklung sind die linken nicht ganz unschuldig. migration ist aber tatsache, ein bestandteil unseres täglichen lebens in österreich als einwanderungsland, ein so facettenreicher, wie interessanter, auch unter dem aspekt der bereicherung und vielfältigkeit zu betrachender themenkomplex. für migrantInnen keine politik machen zu wollen, hieße, machtpolitisch gesehen, freiwillig diesen bevölkerungsanteil als potentielle wählerschicht zu verlieren. quasi so als ab man sagen würde: vergiss die hackler, die beamten, die bauern, die frauen, wobei es die nicht gibt. die ausländer sind eine rechtspopulistische bombe, welche eine diskussion verunmöglicht. die besetzung des migrantenthemas durch rechte parteien gibt ihm erst seinen problembehafteten anstrich. wenn faymann erst auf zuruf der journalisten rechte sager zu diesem thema kommentiert, ist der raum bereits verloren. schön wäre, wenn politikerInnen von sich aus agieren würden. das wäre jetzt auch mein ansatz, aber wofür kriegen parteistrategen und politikberater eigentlich ihr geld?
von der ursprünglich dreiheit der fransösischen revolution – freiheit, gleichheit, brüderlichkeit, hat, wie hobsbawm es so schön formuliert, die linke die brüderlichkeit, also den gesellschaftlichen zusammenhalt, das gemeinwesen, genossenschaften, verbände und das eintreten für kollektive verbesserungen über jahrzehnte eingebüßt. diese räume, inklusive des ach so verpönten stammtisches gehören zurückerobert. aber flott!
der stammtisch ist ja nicht per se böse, sondern nur durch seine instrumentalisierung als rechter ort. rechte parteien kapern symbolische räume und machen sie dadurch unantastbar. stichwort: migrantInnenpolitik, kriminalität, asyl, strafgesetzgebung, populismus usw. es ist verständlich, dass dann da keiner auch nur anstreifen will, aber -apropos dialektik- unverständlich, dass man ihnen diese räume kampflos überlässt. wir sind gefangen in einer schwarzweiß dichotomie, einem entweder oder denken, das wie das kaninchen vor der schlange sitzt, erstarrt vor angst. das gesetz des handelns haben wir aber dadurch verloren, die großparteien sind so zum ausschließlichen reagieren und beäugen des gegners verdammt. man kann zum thema migration ja fast nichts mehr sagen ohne in dem rechten raum zu tappen, an dieser entwicklung sind die linken nicht ganz unschuldig. migration ist aber tatsache, ein bestandteil unseres täglichen lebens in österreich als einwanderungsland, ein so facettenreicher, wie interessanter, auch unter dem aspekt der bereicherung und vielfältigkeit zu betrachender themenkomplex. für migrantInnen keine politik machen zu wollen, hieße, machtpolitisch gesehen, freiwillig diesen bevölkerungsanteil als potentielle wählerschicht zu verlieren. quasi so als ab man sagen würde: vergiss die hackler, die beamten, die bauern, die frauen, wobei es die nicht gibt. die ausländer sind eine rechtspopulistische bombe, welche eine diskussion verunmöglicht. die besetzung des migrantenthemas durch rechte parteien gibt ihm erst seinen problembehafteten anstrich. wenn faymann erst auf zuruf der journalisten rechte sager zu diesem thema kommentiert, ist der raum bereits verloren. schön wäre, wenn politikerInnen von sich aus agieren würden. das wäre jetzt auch mein ansatz, aber wofür kriegen parteistrategen und politikberater eigentlich ihr geld?
von der ursprünglich dreiheit der fransösischen revolution – freiheit, gleichheit, brüderlichkeit, hat, wie hobsbawm es so schön formuliert, die linke die brüderlichkeit, also den gesellschaftlichen zusammenhalt, das gemeinwesen, genossenschaften, verbände und das eintreten für kollektive verbesserungen über jahrzehnte eingebüßt. diese räume, inklusive des ach so verpönten stammtisches gehören zurückerobert. aber flott!
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