protest à la österreich: monatelanges ankündigen und dann nichts. übrig bleiben unzählige interviews wo dem konjunktiv gehuldigt wurde: was würde passieren wenn die lehrerInnen streiken…; wie täten sie reagieren wenn… so viel heiße luft war noch nie. laut ögb statistik wird das jahr 2003 mit über 10 millionen streikstunden als rekordjahr verbucht, während 2001, sowie 2005 bis 2007 keine einzige minute die arbeit niedergelegt wurde. auch das so „starke“ jahr 2003 kommt nur auf matte 3 stunden streik pro arbeitnehmerIn. der verhandlungsweg ist nach ögb sprech der richtige und streik wird implizit als versagen abgetan, obwohl man sich sonst gerne kämpferisch in pose wirft. „hinter verschlossenen türen“ soll ausverhandelt und dann mit einem glorreichen kompromiß an die öffentlichkeit gegangen werden. kennen die ögbler nicht die geschichte vom umgefallenen baum im wald, der aber nicht gefallen ist, weil es keiner gehört hat? was sind ergebnisse wert, die nicht in der öffentlichkeit unter dem einsatz aller erreicht wurden? die jahrzehntelange einbindung der sozialpartnerschaft als nebenregierung hat zivilcourage und streikwillen in österreich sukzessive abgetötet.
die lehrer hätten streiken sollen, damit dass, was nicht zu ende gedacht, zumindest zu ende getan wird. stellen wir uns vor: 2 wochen streik und alle gehen hin. was in dieser zeit, sowohl auf der straße, als auch in den medien, als auch im minisiterium debattiert werden würde, hätte uns wohl eher eine echte thematische auseinandersetzung und nicht den befürchteten stillstand beschert. aber das wollte ja niemand.
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